La storia e le nostre origini
212 v. Chr. erbaute Cajus Flaminius die Flaminia Vetus genannte Straße, die Rom mit Ariminum (Rimini) verband.
Entlang dieser Straße wurden alle 15-18 Meilen mansiones errichtet, die hohen Beamten und Offizieren ohne eigene Legion in Umbrien als Unterkunft dienten, und zwar in: Narnia (Narni), Carsulae, Martana (Massa Martana), Mevania (Bevagna); hingegen errichteten die Befehlshaber der Legionen Heerlager, die castrum genannt wurden, während für Fuhrleute und Wanderer ein privates Rast- und Beherbergungswesen entstand, die so genannten cauponae (ital. capanne, Hütten).
Zwischen Martana und Mevania, wo mehrere Straßen in die Alte Flaminia mündeten, die noch heute Todi, Massa Martana, Foligno, Spoleto verbinden, entstand die erste dieser cauponae: die Cappanna del Bastardo.
Der Verkehrsknoten und die Geschäftstüchtigkeit des Wirtes machten bald aus der Cappanna das Zentrum in der Nähe Roms für alle, die gern einmal über die Stränge schlagen und im guten Essen und Trinken schwelgen also das schöne Leben genießen wollten; hier wurde aromatischer Wein ausgeschenkt.
79 v. Chr. beschreibt Plinius der Ältere im 14. Buch der Naturalis Historiae, dass dieser Wein nur in der Umgebung von Mevania angebaut wurde und ähnliche Eigenschaften wie der heutige Sagrantino hatte.
Auch aus der Zeit der langobardischen Herrschaft im Hochmittelalter finden sich in diesem Gebiet Spuren von Weinbergen, jedoch absolute Sicherheit, dass in unserem Gebiet mit Reben bestellte Flächen bestanden, gibt uns erst das Kataster von 1340, das im Historischen Archiv von Todi aufbewahrt wird, und auch im Gregorianischen Kataster (1800) erscheinen auf unserem Hügel die Namen Vignone und Le Vigne.
In der Gemeinde Montefalco wird der Beginn der Weinlese seit 1540 durch öffentliche Ausschreibung von der Gemeindeverwaltung bekannt gegeben.
Die alten Leute erzählen hier, dass vor dem Krieg die besten Weine dieser Gegend im Vignone (= großer Weinberg) der Marchetti erzeugt wurden.
Nach einer sorgfältigen geschichtlichen Recherche und der Analyse der bodenkundlich-klimatischen Verhältnisse der Gegend waren wir überzeugt, dass dieses Stück Land uns die idealen Bedingungen bot für unseren Weinanbau.
Im obersten Bereich des Hügels, dem Campo della Maestà, nahe der Cappanna del Bastardo, sollte unsere Kellerei entstehen.
Nach diesen Erkenntnissen war die Auswahl der Klonen und autochthonen Rebsorten nur einfach und folgerichtig. Für die Bearbeitung der Böden kam ein 1 Meter tief reichender Tiefpflug zum Einsatz, für die Düngung wurde ausschließlich Kuhmist verwendet.
Die Reben wurden mit einer Pflanzdichte von 5.208 Wurzelstöcken pro Hektar gesetzt, nur mit hölzernen Pfählen, sechs Rankdrähten und Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung. Schon seit der ersten Saison wurden die Reben zurückgeschnitten und an Pflöcken aufgebunden, daher hat die ganze Anbaulage heute ein sehr elegantes Aussehen.
Wir pflegen das weinbauliche Ökosystem und die Anbauphasen unserer Reblagen wie in einem Garten, so dass jeder Rebstock nur wenige Trauben trägt, die, wenn sie reif sind, mit der Hand selektiert und in kleinen Kisten auf den Lesetisch in der Kellerei gebracht werden; nach der Entrappung werden auf einem weiteren Tisch alle Reste von Stielen und Stängeln entfernt.
In unserer Kellerei findet man kein einziges Traubensammelbecken, sie wurde gänzlich in die Erde eingelassen angelegt, in perfektem Einklang mit der Umwelt, gegen elektromagnetische Felder isoliert, und ihr Layout reduziert den Einsatz von Pumpen auf ein Minimum.
Unser Betrieb verwendet bevorzugt Fässer aus slawonischer Eiche von 10, 20 und 30 hl Fassungsvermögen.




